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Zeppelin 24

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Die Bunkeranlage Maybach I in der Zeppelinstraße in Wünsdorf war Teil der Kommandozentrale Zossen und wurde vom Großteil des Oberkommandos des Heeres (OKH) während des Zweiten Weltkriegs als Hauptquartier benutzt. Zur Kommandozentrale Zossen gehörte auch die Bunkeranlage Maybach II, welche als Hauptquartier des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) diente, sowie der Fernmeldebunker Zeppelin.

1937 begannen die Arbeiten für die bombensicheren und zum Teil unterirdischen Bunkeranlagen (Tarnbezeichnung „Maybach I“ und „Maybach II“) samt hochmoderner Nachrichtenzentrale „Zeppelin“ und etwa 20 Luftschutzbunker. Zur Tarnung entstand oberirdisch eine Siedlung im Landhausstil. Die Arbeiten an Maybach I waren 1939 abgeschlossen und die in bis zu 20 Metern Tiefe liegenden Anlagen wurden in Betrieb genommen.
Die Bunkeranlage „Maybach II“, fertiggestellt im Frühsommer 1940, beherbergte das OKW. Bis zum April 1945 kamen aus dem „Zeppelin“-Bunker (Tarnbezeichnung „Amt 500“), einem der größten Nachrichtenknotenpunkte während des Zweiten Weltkriegs, die Befehle zu den deutschen Truppen.
Nach den ersten Bombardierungen 1945 flog die 8. US-Luftflotte am Donnerstag, den 15. März 1945 mit über 580 Maschinen den dritten und schwersten Angriff auf Wünsdorf. Dabei starben 120 Menschen und zahlreiche Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Am 20. April erfolgte der Einmarsch sowjetischer Truppen - der militärische Führungsstab des sowjetischen Marschalls Schukow nahm sein Quartier in Wünsdorf für die Schlacht um Berlin.
Wjunsdorf (Вюнсдорф), wie der Ort von den Russen genannt wurde, blieb somit militärisch und erhielt den Sitz des Oberkommandos der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD). AB Bahnhof Wünsdorf gab es bis 1994 einen täglichen Zug nach Moskau.
Außer den etwa 2700 Einwohnern lebten zu Spitzenzeiten 50.000 bis 75.000 sowjetische Männer, Frauen und Kinder dort. Für Bürger der DDR war das Areal Sperrgebiet. Der Abzug der Truppen erfolgte 1994. Sie hinterließen eine menschenleere Garnisonsstadt und ein Areal von 260 Hektar munitionsverdächtiger Fläche.

Quelle: Wikipedia
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