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Neue Hackeburg Stahnsdorf 96

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Die Neue Hakeburg ist ein großes burgähnliches Herrenhaus.
Das Gebäude wurde zwischen 1906 und 1908 als Adelssitz für Dietmar von  Hake errichtet un die Burg im neoromanischen Stil erbaut. - Ab den 1930er Jahren erhielt es stetig neue Nutzer und  stand schließlich seit 2005 leer. Im Jahr 2020 erwarb eine  Investorengruppe die Immobilie und wird sie schrittweise denkmalgerecht  sanieren. Im Inneren werden bis 2023 Eigentumswohnungen eingerichtet.

Das Adelsgeschlecht von Hake
Besitzer des Ritterguts und der später an anderem Ort errichteten Neuen Hakeburg war die Familie von Hake. Die bekanntesten Personen des Geschlechts von Hake waren der lange Hake Hans Christoph Friedrich von Hacke und Hans von Hake (1472–1541), genannt Hake von Stülpe. Er soll der Sage nach in der Golmheide zwischen Luckenwalde und Jüterbog dem von Frankfurt (Oder) kommenden Tetzel in wilder Winternacht seine Geldtruhe abgenommen haben (heute in der St. Nikolai (Jüterbog) als Tetzelkasten aufbewahrt), nachdem er sich dafür einen Ablasszettel erworben hatte.

Wegen finanzieller Probleme wurde das Gebäude inklusive 44 Hektar Land 1936 an die Reichspost verkauft, die es 1938 zum Wohnsitz des Reichspostministers Wilhelm Ohnesorge umbaute und hier außerdem die Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost (RPF) einrichtete.
Das Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt (WVHA) der SS hatte diese Projekte geleitet.
Das Gelände diente dann als Forschungs- und Versuchszentrum für verschiedene Arten von Flugzeugen, speziell Nurflügler, Funkmessanlagen, Sendeeinheiten, Steuergeräte, Breitbandkabel, allgemeine Funk- und Fernsehgeräte.

Noch im Zweiten Weltkrieg, am 2. Dezember 1943 wurde ein britischer Lancaster-Bomber abgeschossen und stürzte in der Nähe der Neuen Hakeburg ab.
In der SBZ und später in der DDR diente das Schloss seit 1948 als Parteihochschule der SED, Dozenten waren u. a. Wolfgang Leonhard und Carola Stern.
Später war die Neue Hakeburg zeitweilig Sitz des Intelligenzclubs Joliot-Curie und wurde anschließend zu einem Gästehaus der SED umfunktioniert.

Nach der friedlichen Revolution gründete sich im Mai 1990 der Hotelbetrieb Hakeburg GmbH. Wie die Unabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (UKVP) später ermittelte, erhielt dieser von der PDS im Zusammenhang mit Vermögensverschiebungen 1990 ein Betriebsdarlehen von 50.000 D-Mark.
Das Geld musste später zurückgezahlt werden.

Nach der Wiedervereinigung wurde die Deutsche Telekom Eigentümerin der Immobilie.  Der spätere Eigentümer ORCO Germany S.A. plante eine Nutzung der Neuen  Hakeburg als Hotel, dazu den Bau eines Bettenhauses und einer  Tiefgarage, was der 2010 beschlossene Bebauungsplan der Gemeinde  festschrieb. Da sich kein seriöser Hotelbetreiber fand, wird seit 2012  eine neue Nutzung durch Einbau von 16 Eigentumswohnungen angestrebt.
Für die Fernsehserie 18 – Allein unter Mädchen diente die Neue Hakeburg 2004 und 2005 als Drehort. Das ZDF drehte von 2005 bis  2006 auf dem Gelände für die Telenovela Wege zum Glück.  Der im Jahre 2019 erschienene Fernsehfilm Schattenmoor, spielt ebenfalls auf der Neuen Hakeburg.
Von Oktober 1999 bis in die 2010er Jahre beanspruchte die selbsternannte Exilregierung der Mikronation Sealand die Burg, weil sie diese (angeblich) für 99 Jahre gepachtet habe.

Im dritten Quartal 2021 werden die Bauarbeiten beginnen, die ersten  Wohnungen sollen bereits 2023 bezugsfertig sein.
Es entstehen  Wohneinheiten zwischen einem Raum und sechs Zimmern, alle luxuriös  ausgestattet. Dazu sollen Kamine, Echtholzparkett, Terrassen oder Balkone, Aufzüge und ein Wellnessbereich mit Sauna  und einer Gegenstrom-Schwimmanlage gehören. In den beiden Hakevillen  werden weitere 16 Wohnungen und in der gemeinsamen Tiefgarage  Stellplätze für 31 Fahrzeuge eingerichtet. Die neuen Villen sollen im  Jahr 2024 fertiggestellt sein.

Quelle: Wikipedia
Video auf https://youtu.be/PMikzfOqNO0
Bunker-Brandenburg.de  neu 2019
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